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Yrmen Neckels (auch Irmgen Neckels) (* im 15. Jahrhundert, vermutlich in Ratingen; † im 16. Jahrhundert) ist die Tochter von Bilien Neckels und Opfer der Hexenverfolgung im Rheinland.

Im Jahr 1499 werden sie und ihre Mutter der Schadenszauberei sowie der Verhexung von Oelloff Slyngerstock beschuldigt und am 28. August vermutlich in die heutige Burg Kellnerei in Angermund eingekerkert. Durch Folter sollten ihnen Geständnisse entlockt werden. Da Bilien Neckels körperlich krank war, hat man auf Folter verzichtet da diese sonst durch die Folter zu Tode gekommen wäre. Stattdessen rief man ein sogennates Notgericht ein, welches eine schnelle Urteilsfindung fällen sollte. Eine zur damaligen Zeit übliche prozessuale Strafverfolgung wäre langwierig und aufwändig gewesen. Da man auf Folter verzichtete, konsultierte man Conrait Steynbrecher, in alten Schriften als „meister Conrait“ bezeichnet, welcher in Funktion eines Zauberers fungierte, aber er seine „toverien“ als „gott verliehene Kunst“ bezeichnete („So haet de obgenante meister Conrat sinre künste, eme van Gode verlint is“...). Unter der Beobachtung der „scheffen zo Keysserswerde“ („Schöffen von Kaiserswerth“), Hinrich Sobbe und Jacob Weuer, verabreichte Meister Conrait beiden einen „Zaubertrank“ um sie anschließend zu befragen. Nach Abschluß der Befragung kam Meister Conrait zur Erkenntnis, dass beide Frauen unschuldig sind. Man fällte am 9. Oktober das Urteil, dass „moder ind dochter der saichen [zu] entschuldigen“ sind. Der weitere Lebensweg von Yrmen Neckels bis zu ihrem Ableben, vermutlich ein natürlicher Tod, ist nicht weiter dokumentiert.

EinzelnachweiseBearbeiten