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Die DÜGIDA (Kurzform für: Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes) ist ein Demonstrationbündnis, dass als Düsseldorfer Ableger der Dresdner PEGIDA-Bewegung verstanden wird. Entstanden ist es im Herbst 2014 und am 8. Dezember 2014 fand die erste Demo, der "DÜGIDA-Spaziergang", statt.

Hintergrund

In Dresden formierte sich im Oktober 2014 eine Organisation unter den Namen PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes). Dort finden seit dem 20. Oktober 2014 montägliche Demonstrationen am Elbufer und der Cockerwiese statt. Nach diesem Vorbild sind mehrere regionale Ableger entstanden, unter anderem auch die DÜGIDA. Forderungen der DÜGIDA sind eine kontrollierte Einwanderung, den Schutz der chiristlich-jüdisch geprägten Abendlandkultur sowie eine Null-Toleranz gegenüber straffällig gewordenen Einwanderern und Radikalismus jeglicher Art. [1] Der Standpunkt, gegen die Islamisierung des Abendlandes zu stehen, ergibt sich aus dem religiösen zwang des Islams sowie die immer größer werdende Salafistenszenen in europäischen Großstädten. Der Hauptaugenmerk auf den Salafismus gilt der Tatsache geschuldet, dass die salafistische Ausrichtung des Islams als ultrakonservativ und rückbesinnlich gilt.

Kritik und Reaktionen

Die erste DÜGIDA Anfang Dezember wurde im Vorfeld mit viel Kritik und Anfeindungen begegnet. Größenteils hat man in diesem Demonstrationsbündnis eine rechtsradikale Gruppierung betrachtet und zu Gegendemonstrationen aufgerufen. Im Vorfeld berichteten die Medien ebenfalls über "Rechtsextreme" und "Anti-Islam-Aktivisten", NRW-Innenminister Ralf Jäger warnte gar vor "ausländerfeindliche Hetze" und warf der Gruppierung Propaganda und bewußtes Schüren von Ängsten vor.[2] Im Internet wurden "NoDügida"-Fraktionen gebildet, welche sich auf dem Johannes-Rau-Platz versammelte.

Abendspaziergang

Am 8. Dezember um 18 Uhr begann der erste "DÜGIDA-Abendspaziergang" vor dem Landtag. Als Redner fungierten die Mitorganisatoren Sebastian Nobile, Melanie Dittmer und der Düsseldorfer Rechtsanwalt Alexander Heumann. Heumann, der um 18:30 Uhr die Eröffnungsrede halten sollte, stand im Stau und hielt eine Stunde später, nach dem Spaziergang eine Rede. In dieser gab er an, dass dieses Bündnis "aus der Mitte der Gesellschaft" käme und dann "rechtsradikale Parolen oder Symbole" nicht geduldet würden, genauso wenig wie linksradikale [Symbole und Parolen]. Eingangs erklärte Heumann zudem, dass "gegen die Islamisierunge des Abendlandes zu sein" nicht bedeuten würde, "Bürger muslimischen Glaubens pauschal abzulehnen" [3] Während die DÜGIDA-Demonstration friedlich und ohne Auseinandersetzung verlief, wurde auf Seiten der Gegendemonstranten Polizisten angegriffen und "Nie wieder Deutschland" sowie "Deutschland verrecke" gerufen [4]

interne Probleme

Aufgrund der Vergangenheit von Pressesprecherin Melanie Dittmer und ihr Interview bei Spiegel TV ("für mich ist es völlig unerheblich, ob es den Holocaust gegeben hat")[5] gab es interne Probleme im Orga-Team, was schließlich dazu führte, dass Dittmer als Pressesprecherin entlassen und Sebastian Nobile als Nachfolger nominiert wurde [6] Kurz davon haben Alexander Heumann und seine Frau Angela, die sich noch bei der ersten DÜGIDA engagierten, aufgrund der Vergangenheit und der jüngsten Äußerung von Melanie Dittmer eine "klare Trennlinie" gezogen.[7] Ein für 5. Januar 2015 terminierter 2. DÜGIDA-Abendspaziergang wurde zuerst auf den 12. Januar verschoben, dann aber am 7. Januar um 12 Uhr offiziell abgesagt. Eine auf Facebook angezeigte Veranstaltung für den 12. Januar [8] ist eine unauthorisierte Veranstaltung von Melanie Dittmer, von der sich die Organisatoren der PEGIDA und DÜGIDA distanzieren.

Vorläufiges Ende der DÜGIDA

am 27. April fand mit sehr wenig Teilnehmern der voerst letzte DÜGIDA-Spaziergang statt. Damit reagierte man auf die stetig sinkende Anzahl an Teilnehmer. Am Ende der Veranstaltung wurde auf die (vorerst?) letzte Veranstaltung hingewiesen, allerdings gab es keine offizielle Ankündigung seitens der DÜGIDA[9]

Einzelnachweise und Weblinks

  1. PEGIDA-Positionspapier
  2. Rheinische Post vom 7. Dezember 2014: Wie gefährlich ist "Pegida"?
  3. DÜGIDA - Demo Düsseldorf 8.12.2014: Rede Alexander Heumann
  4. DÜGIDA Demobericht, Video auf MyVideo
  5. Sind wir das Volk der Ausländerfeinde? Die Köpfe hinter Pegida, Zeitstempel 5:49 und 6:25
  6. Pressemitteilung von PEGIDA NRW vom 06.01.2014 auf Facebook
  7. Rheinische Post vom 2. Januar 2015: "Dügida"-Organisatoren steigen aus
  8. Fake-Veranstaltung zum zweiten DÜGIDA-Spaziergang
  9. Antenne Düsseldorf, 28.04.2015: DÜGIDA-Demos zu Ende?

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